
Das „Apple Car“ mag Geschichte sein, doch der Geist von Apples legendärem Chefdesigner Jony Ive rollt nun auf italienischen Straßen – oder zumindest in deren Innenräumen. Mit dem Ferrari Luce zeigt Ives Designstudio LoveFrom, dass die Zukunft des Sportwagens nicht zwangsläufig aus riesigen, leuchtenden Tablets bestehen muss.
Der Luce (italienisch für „Licht“) ist das Ergebnis einer spannenden Symbiose: Die brachiale Elektro-Power von Ferrari trifft auf die reduzierte, haptische Ästhetik, die das iPhone und den Mac groß gemacht hat.

Während viele Hersteller ihre Cockpits in „Hyperscreens“ verwandeln, setzt Jony Ive auf „Digital Detox“ bei 300 km/h. Das Credo: Technik soll vorhanden, aber nicht aufdringlich sein.
Besonders charmant sind die Details, die man so eher in einem Designmuseum als in einem Rennwagen vermuten würde:
Der SchlüsselGefertigt aus Gorilla Glass, inklusive eines integrierten
E-Ink-Displays, das beim Einstecken die Farbe wechselt.
MittelkonsoleEin schwenkbares OLED-Panel mit echter analoger Uhr und einer Handballenauflage für ergonomische Bedienung.
DachkonsoleHier sitzt der Schalter für die
Launch Control – ein fast schon rituelles Bedienelement über den Köpfen der Insassen.

Trotz des feinsinnigen Designs bleibt der Luce ein echtes Performance-Monster. Ferrari liefert hier keine Kompromisse bei den Leistungsdaten:
„Der Ferrari Luce zeigt, dass Luxus in der Ära der Elektromobilität nicht durch mehr Pixel, sondern durch mehr Präzision und Materialgüte definiert wird.“
Der Ferrari Luce ist mehr als nur ein Elektroauto; er ist ein Statement gegen die Beliebigkeit moderner Software-Cockpits. Jony Ive bringt die Liebe zum Detail und die Materialität von Aluminium und Glas zurück in den Sportwagenbau. Im Mai wird der komplette Wagen enthüllt – man darf gespannt sein, ob das Äußere hält, was das Interieur verspricht.
Was hältst du von diesem minimalistischen Ansatz? Vermisst du die großen Screens oder feierst du die Rückkehr der mechanischen Schalter?
